ASAP

Verbundprojekt Agroforstwirtschaft im südlichen Afrika

Agroforestry in Southern Africa - new Pathways of innovative land use systems under a changing climate (ASAP)

Projektziele und Inhalte

Das südliche Afrika muss in den nächsten Jahrzehnten größere Herausforderungen im Hinblick auf den Klimawandel und seine negativen Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Wasserversorgung meistern und neue innovative Lösungen für eine nachhaltige Landnutzung für die Landwirtschaft entwickeln. Das Verbundprojekt „ASAP“ zielt darauf ab die positiven Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen von Agroforstsystemen in die Landwirtschaft zu integrieren und ein innovatives multifunktionales Landnutzungssystem gemeinsam mit Partnern im südlichen Afrika zu implementieren.

Im Rahmen der Teilprojekte „Baum-Pflanze-Tier Interaktionen“ und „Biodiversität“ ist die Analyse der abiotischen und biotischen Interaktionen zwischen Bäumen und Ackerfrüchten bzw. mehrjährigen Kulturen von typischen existierenden und potentiellen AFS im südlichen Afrika. Ein Model zur Optimierung der Baumdichte und der Interaktionen wird gemeinsam mit den Partnern entwickelt. Um eine integrative Landnutzung, zu erreichen, bedarf es eine Analyse der Interaktionen zwischen den unterschiedlichen Komponenten. Umfangreiche ökophysiologische Messungen werden entlang eines Umweltgradienten vom Baumstamm bis in die Offenlandschaft durchgeführt und mit drohnenbasierten Fernerkundungsdaten verschnitten.  Dabei stehen die Auswirkungen der Bäume auf biophysikalische Parameter (Licht, Strahlungs- und Wärmehaushalt), den Wasserhaushalt und den Ertrag im Fokus der Untersuchungen. Ökophysiologische Einzelmessungen auf der Blattebene werden kombiniert mit saisonalen Untersuchungen des Strahlungshaushaltes und der physiologischen Aktivität. Innovative Methoden der Fernerkundung mit Mini-Drohnen werden im Rahmen des Projektes eingesetzt, um den die räumlichen Aspekte des Wärmehaushaltes, des Pflanzenwachstum und des Managements der Bestände zu untersuchen. Zu dem wird die Biodiversität in den Agrarökosystemen gefördert.

Eingebunden ist das „ASAP”-Projekt in die SPACES 2 –Forschungspartnerschaften zur Anpassung komplexer Prozesse im System Erde im südlichen Afrika. Hier beteiligt sich CEBra an der Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern und dem Wissenstransfer in die Praxis.

Projektpartner

  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Waldwachstum und Dendroökologie, Bodenökologie, Forst- und Umweltpolitik
  • KIT - Karlsruhe Institute of Technology, Institute of Water and River Basin Management - Hydrology
  • ZALF - Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, Müncheberg
  • Scientes Mondium UG, Altomünster
  • Stellenbosch University, South Africa. Forest and Wood Science, Südafrika
  • University of Pretoria, Department of Agricultural Economics, Extension & Rural Development, Südafrika
  • National Botanical Research Institute, Economic Botany Programme, Namibia
  • Research and Information Services of Namibia, Namibia
  • Eduardo Mondlane University, Department of Forestry, Mozambik
  • Copperbelt University, Department of Plant and Environmental Sciences, Zambia
  • ICRAF - World Agroforestry Centre, East and Southern Africa Regional Programme
  • SASSCAL- Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management

Externe Projekt-Homepage

(under construction)

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 2018-2021

Projektleitung und Ansprechpartner

Dr. Maik Veste